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Linkshänder werden auch heute noch manchmal als unbedeutende Minderheit in der Gesellschaft angesehen. Tatsächlich machen sie aber einen weit größeren Anteil der Bevölkerung aus als offiziell angenommen wird. Die Umschulung von der linken auf die rechte Hand, hauptsächlich beim Schreiben, die über lange Zeit gang und gäbe war, hat diese statistische Verzerrung verursacht. Eine Umschulung der Schreibhand führt oft zu den verschiedensten Störungen, die dann häufig in Sekundärprozessen falsch verarbeitet werden. Da heutzutage die Umschulung der Händigkeit meistens schon sehr früh (als Kleinkind und in der Kindergartenzeit) und oft sogar von dem Kind selbst als "Anpassungsmaßnahme" (während der Sozialisation) an die rechtshändige Umwelt durchgeführt wird und bei Schuleintritt das Kind phänomenal rechtshändig erscheint, werden möglich Folgeerscheinungen nicht erkannt und es kommt häufig zu einer falschen Ursachenbestimmung (Kausalattribuierung) der Sekundärfolgen.
Die Intelligenz selbst wird dadurch nicht vermindert, jedoch oft ihre Manifestation gestört. "Alle unter Primär- und Sekundärfolgen aufgeführten Schwierigkeiten können selbstverständlich auch ohne eine Umschulung der Händigkeit auftreten, und zwar genauso bei Links- wie bei Rechtshändern. Durch eine zusätzliche Umschulung der Händigkeit werden aber diese Schwierigkeiten, wie die Praxis zeigt, noch unverhältnismäßig verstärkt." (Dr. J.B. Sattler)
Die Testung erfolgt in unserer Praxis von einer nach der Methodik Dr. Sattler zertifizierten Ergotherapeutin.