Wie wird Armeo-Therapie durchgeführt?

Das individuell einstellbare Exoskelett ermöglicht mittels Gewichtsentlastung des betroffenen Arms, Bewegung in einem großen 3D-Arbeitsbereich.

  • Intensivtherapie über einen Zeitraum von sechs Wochen mit zwei Trainingseinheiten wöchentlich.
  • In Form von Einzel- oder Parallelbehandlung im Armeo
  • Ausführliches Anamnesegespräch
  • Evaluierte Testung zu Beginn und zum Abschluss des Trainings, inkl. Fortschrittsübersicht.
  • Training ist auch innerhalb einer funktionellen Therapie möglich
  • Durchführung mit geschulten Fachtherapeuten der Ergotherapie.

Mit hohen Wiederholungsraten bei optimaler Forderung des Patienten und kontinuierlichem Echtzeit-Feedback am Bildschirm wird die Neuroplastizität optimal genutzt und gefördert.

Die größten Fortschritte in der Heilung lassen sich erfahrungsgemäß durch regelmäßige Wiederholungen und eine hohe Trainingsintensität erzielen. Beides können wir mit dem Armeo erreichen.

Eigenschaften des Armeo®Spring

Der ArmeoSpring eignet sich für Patienten, die erste Bewegungen der beeinträchtigten Extremität aktiv durchführen können. Den Kern des Systems bildet die Kombination der folgenden 4 Funktionen:

  • Gewichtsentlastung des Armes
  • Computergestützte Rückmeldung
  • Assessment Tools / Messungen
  • Objektive Analyse der Leistungsentwicklung

So können wir die Therapieintensität erhöhen und der Patient bleibt motiviert. Dabei beobachten und vergleichen wir den Fortschritt gemeinsam ganz genau.
Das Gerät erkennt selbst die kleinsten Bewegungsansätze und Funktionen. Es ermöglicht intensive Bewegungs- und Greifübungen bereits bei minimaler Restmuskelaktivität und bietet eine hohe Wiederholungszahl der Bewegungen.
So profitieren selbst Patienten im chronifizierten Zustand von der Armeo-Therapie. Die möglichen Verbesserungen der Leistungsfähigkeit sind sowohl am Gerät, als auch in den Aktivitäten des Alltags meistens schon nach kurzer Zeit erkennbar.

Studien

Über 70 Studien wurden zum Armeo bereits veröffentlicht. Die Studien belegen, dass eine Kombination von Technik und konventioneller Therapie den Behandlungserfolg steigert.

  • Robotergestützte und sensorbasierte Bewegungstherapie bietet eine höhere Trainingsintensität.
  • Das Augmented Performance Feedback der Geräte motiviert und steigert die aktive Patiententeilnahme am Training.

Hier eine Auszug aus den wichtigsten Ergebnissen: Armtraining mit Gewichtsentlastung verbessert die funktionale Beweglichkeit und die Bewegungsgeschmeidigkeit nach einem Schlaganfall. (Bartolo 2014)


Roboter-Therapie bietet einen Anreiz für die motorischen Wiederherstellung der oberen Extremität nach Schlaganfall. Diese unterscheidet sich und ist komplementär zu konventionellen Therapieformen. (Brokaw 2014)


Neurorehabilitations-Therapie, einschließlich der Aufgaben-orientierten Ausbildung mit einem Exoskelettalen-Roboter, kann die Verbesserung der motorischen Funktion in einem chronisch beeinträchtigten paretischen Arm, nach Schlaganfall, effektiver verbessern als konventionelle Therapie. (Klamroth-Marganska 2014)

 

Eine Übersicht aller Studien finden Sie unter:

alle Studien
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Diese Therapieform
kann bei folgenden Diagnosen
angewendet werden:

  • Zustand nach Apoplex (Schlaganfall)
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Multiple Sklerose
  • Parkinson
  • Rückenmarksverletzung (SCI)
  • Zerebralparese u.v.m.

sowie bei der Behandlung nach Operationen und Verletzungen im Schulter- und Oberarmbereich, wie

  • Nachsorge bei Ellenbogen- und Schulter-Endoprothesen
  • Verletzungen der Hand / Finger
  • Humerusfraktur (Oberarmbruch)

Weitere Therapieformen